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Bewerbungsdossier · Aufbau

Bewerbungsdossier Schweiz: was hineingehört und in welcher Reihenfolge

Motivationsschreiben, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, Diplome und Zertifikate — in dieser Abfolge, als ein einziges PDF. Diese Seite zeigt, was in jeden Teil gehört, was Sie weglassen und was vor dem Absenden zu prüfen ist.

4 Min. Lesezeit

Inhalt

Ein vollständiges Schweizer Bewerbungsdossier besteht aus fünf Teilen, und ihre Reihenfolge ist nicht beliebig: Motivationsschreiben, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, Diplome und Zertifikate — in dieser Abfolge, als ein einziges PDF. Wer stattdessen sieben Anhänge verschickt, wird zwar nicht aussortiert, macht der Person auf der anderen Seite aber die Arbeit schwerer. Und das entscheidet in den ersten dreissig Sekunden mehr, als vielen bewusst ist.

Die Reihenfolge, und warum sie so ist

1. Motivationsschreiben

Eine Seite, adressiert an eine namentlich genannte Person, wenn sie im Inserat steht. Es beantwortet drei Fragen: Warum diese Stelle, warum diese Firma, warum Sie. Alles andere ist Füllmaterial.

2. Lebenslauf

Zwei Seiten, in der Schweiz üblicherweise mit Foto und Geburtsdatum. Die Berufserfahrung steht umgekehrt chronologisch — die aktuellste Stelle zuoberst. Wer mit der Lehre von 1998 beginnt, zwingt die Leserin, sich durch zwanzig Jahre zu arbeiten, bevor sie das Entscheidende sieht.

3. Arbeitszeugnisse

Ebenfalls umgekehrt chronologisch, das aktuellste zuerst. Zwischenzeugnisse gehören dazu, wenn das Schlusszeugnis noch nicht vorliegt.

4. Diplome und Abschlüsse

Der höchste Abschluss zuoberst. Das Primarschulzeugnis gehört nicht dazu.

5. Weiterbildungen und Zertifikate

Nur, was zur Stelle passt. Der Erste-Hilfe-Kurs von 2011 gehört in keine Bewerbung als Sachbearbeiterin.

Ein PDF, nicht sieben Dateien

Das ist die häufigste vermeidbare Schwäche. Viele Bewerbungen kommen als Zip-Archiv oder als sechs einzelne Anhänge. In einem Bewerbungsverfahren mit vierzig Eingängen bedeutet das für die einstellende Person vierzig Mal Dateien sortieren.

Ein PDF, sinnvoll benannt: Bewerbung_Muster_Sachbearbeiter.pdf. Nicht Dokument_final_v3.pdf, und nicht Scan0001.pdf. Der Dateiname erscheint im Postfach der Empfängerin, bevor irgendetwas anderes erscheint.

Die Dateigrösse sollte unter fünf Megabyte liegen. Gescannte Zeugnisse mit 300 dpi in Farbe erzeugen Ungetüme von vierzig Megabyte, die in manchen Firmenpostfächern gar nicht ankommen.

Was hineingehört — und was nicht

Hinein gehören: Kontaktangaben mit Adresse, Telefon und Mailadresse; Geburtsdatum; Nationalität und bei Nicht-Schweizern die Aufenthaltsbewilligung, weil das für die Anstellung praktisch relevant ist; alle Anstellungen mit Monat und Jahr; die Sprachkenntnisse mit ehrlichem Niveau.

Umstritten und daher Ihre Entscheidung: Zivilstand und Anzahl Kinder. Beides war jahrzehntelang Standard und wird von vielen älteren Personalverantwortlichen noch erwartet. Beides ist gleichzeitig ein Diskriminierungsrisiko, gerade für Frauen. Wenn Sie unsicher sind: weglassen. Es wurde noch nie jemand nicht eingeladen, weil der Zivilstand fehlte.

Die Lücken, die auffallen

Ein Lebenslauf mit Jahreszahlen statt Monatsangaben verbirgt Lücken schlecht — jede erfahrene Personalerin erkennt das Muster sofort und fragt nach. Schreiben Sie Monat und Jahr, und erklären Sie Lücken über zwei Monate im Motivationsschreiben oder im Lebenslauf in einer Zeile. Eine erklärte Lücke ist keine Lücke mehr; eine verschwiegene wird zum Thema im Gespräch, und zwar zum unangenehmen.

Vor dem Absenden

Lesen Sie das Motivationsschreiben laut. Was Sie beim Vorlesen selbst nicht überzeugend finden, überzeugt gelesen erst recht nicht.

Prüfen Sie den Firmennamen. Ein falscher Firmenname im Anschreiben ist der einzige Fehler, der ohne weitere Prüfung zur Absage führt — er sagt, dass Sie zwanzig gleiche Briefe verschicken.

Und schicken Sie das Dossier an sich selbst, bevor Sie es an die Firma schicken. Sie sehen dann, was die Empfängerin sieht.

Wo Sie das offiziell nachlesen können

Kurz geprüft

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    Wie verschicken Sie das Dossier?

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Mit dossari fügen Sie das Inserat ein; das Motivationsschreiben wird darauf geschrieben. Ihre Angaben werden zum Lebenslauf, Zeugnisse und Diplome kommen als Beilagen dazu — alles als ein PDF, auf Wunsch mit Deckblatt, in fester Reihenfolge. Der Lebenslauf allein ist gratis, das vollständige Dossier kostet CHF 25.

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Häufige Fragen

Welche Unterlagen gehören in ein Schweizer Bewerbungsdossier?
Fünf Teile in fester Reihenfolge: Motivationsschreiben, Lebenslauf, Arbeitszeugnisse, Diplome und Zertifikate. Alles zusammen als ein einziges PDF.
Soll ich die Unterlagen einzeln oder als ein PDF schicken?
Als ein einziges PDF, sinnvoll benannt und unter fünf Megabyte. Ein Zip-Archiv oder sechs einzelne Anhänge machen der einstellenden Person die Arbeit schwerer.
Gehören Zivilstand und Kinder in den Lebenslauf?
Das ist Ihre Entscheidung. Beides war jahrzehntelang Standard, ist aber gleichzeitig ein Diskriminierungsrisiko — wenn Sie unsicher sind, lassen Sie es weg.

Diese Seite beschreibt, was in der Schweiz üblich ist. Sie ersetzt keine Rechtsberatung.

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